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städtebaulicher Ideenwettbewerb
Preisgerichtssitzung
zum städtebaulichen Ideenwettbewerb Sheridan Kaserne Augsburg
in Augsburg am 28.06.2001 und 29.06.2001

Das Preisgericht tritt am 28.06.2001 um 10.15 Uhr im Gewächshaus des Botani-schen Gartens, Dr.-Ziegenspeck-Weg 10 in 86161 Augsburg zusammen.
Herr Dr. Demharter als Stadtbaurat und Vertreter der Stadt Augsburg begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Sitzung.
Anschließend stellt Herr Dr. Demharter folgende Anwesende fest:

Fachpreisrichter/ innen: Herr Dr. Demharter, Stadtbaurat Augsburg
Herr Distler, Ministerialrat, München,
Herr Prof. Neumann, Landschaftsarchitekt, München,
Herr Prof. Steiger, Architekt, Zürich,
Herr Prof. Trojan, Architekt, Darmstadt,
Herr Prof. Zoeppritz, Architekt, Stuttgart.

Ständig anwesender stellvertretender Fach-preisrichter: Herr Kraus, Architekt, Augsburg

Sachpreisrichter: Herr Linse, Stadtrat, CSU
Frau Kamm, Stadträtin, Bündnis 90 / Die Grünen
Herr Resch, Stadtrat, Neue Fraktion

Ständig anwesender stellvertretender Sachpreisrichter: Herr Sterz, Stadtplanungsamt, Augsburg



Sachverständige Berater:
Wohnungsbau: Herr Mathe, WBG
Verkehr: Herr Prof. Topp, Ing.Büro Retzko + Topp & Partner, Darmstadt
Klima / Immissionsschutz: Herr Nagel, Ing.Büro Dr.-Ing. A. Lohmeyer, Karlsruhe
Stadtplanung: Frau Steude, Frau Utz, Stadtplanungsamt Augsburg,

Vorprüfung: Architekturbüro Hermann + Öttl, München / Gersthofen
Frau Dipl.-Ing. Horvarth
Frau Dipl.-Ing. Wittl
Herr Dipl.-Ing. Hermann
Herr Dipl.-Ing. Öttl

Protokollführung: Vorprüfung

Protokoll: Frau Horvarth





Vollzähligkeit Herr Sterz als ständig anwesender, stellvertretender Sachpreisrichter wird zum Sachpreisrichter mit vollem Stimmrecht als Vertretung von Frau Haaser-Schwalm, Stadträtin.
Herr Illner, als stellvertretender Fachpreisrichter wird in seiner Eigenschaft als Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Augsburg zum Sachpreisrichter mit vollem Stimmrecht als Vertretung von Herrn Wimmer.
Der Auslober bestätigt die Vollzähligkeit des Preisgerichts und leitet die Wahl des Vorsitzenden.

Wahl des Vorsitzenden Auf Vorschlag wird Herr Prof.Steiger bei seiner Stimmenthaltung einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Der Vorsitzende vergewissert sich bei allen Anwesenden, daß sie außerhalb von Kolloquien
- keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerb-saufgabe und deren Lösung geführt haben;
- während der Dauer des Preisgerichts nicht führen werden;
- bis zum Preisgericht keine Kenntnis der Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, sofern sie nicht an der Vorprüfung mitgewirkt haben;
- die vertrauliche Behandlung der Beratung gewährleisten werden;
- die Anonymität aller Arbeiten aus ihrer Sicht gewährt sind und
- es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer Arbeit zu äußern;

Bericht der Vorprüfung Herr Hermann erläutert kurz die Wettbewerbsaufgabe und erstattet den Bericht der Vorprüfung.
Die Vorprüfung fand in der Zeit vom 01.06. bis 25.06.2001 in Räumen des Architekturbüros Hermann + Öttl in der Brahmsstr. 47 in 86368 Gersthofen statt. Die Räumlichkeiten waren ausschließlich den mit der Vorprüfung betrauten Personen zugänglich.
Ein detaillierter Bericht der Vorprüfung liegt allen Beteiligten vor.

Auslobung / Vorlauf Die Auslobung erfolgte durch die Stadt Augsburg, vertreten durch Herrn Dr. Demharter, Stadtbaurat, Maximilianstraße 4 in 86150 Augsburg. Tag der Auslobung war der 10.11.2000. Ab 01.02.2001 wurden die Wettbewerbsunterlagen verschickt. Insgesamt waren 633 gültige Bewerbungen am Losverfahren beteiligt. Aus den eingegangenen Bewerbungen (im Zulassungsbereich der Staaten der Europäischen Gemeinschaft, die Staaten der Vertragsparteien des Abkommens über den EWR, die Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Be-schaffungswesen (GPA)), wurden unter Aufsicht des Verwaltungsdirektors Ass. Volkmar Kuhne, 86150 Augsburg, am 23.01.2001 insgesamt 42 Teilnehmer und 40 Nachrücker durch das Losverfahren ermittelt. Zusätzlich wurden 8 Teilnehmer vom Auslober direkt zugeladen. Rückfragen konnten schriftlich bis zum 01.03.2001 gestellt werden. Ein Kolloquium mit Ortsbesichtigung fand am 09.03.2001 statt. Die 17 beantworteten Rückfragen zum Wettbewerb wurden den Teilnehmern am 14.03.2001 zugesandt .
Einlieferung der
Wettbewerbsarbeiten Abgabetermin für die Planunterlagen war der 29.05.2001, für das Modell der 05.06.2001, bei persönlicher Abgabe beim Auslober jeweils bis 16.00 Uhr, bzw. bei Post-, Bahn- oder Kurieraufgabe dasselbe Datum auf dem Einlieferungsschein unabhängig von der Uhrzeit.

Insgesamt wurden 29 Wettbewerbsarbeiten eingereicht.






Kennzeichnung der
Arbeiten Eingangsdaten, Kennziffern sowie Art und Zustand der Verpackung wurden durch die Vorprüfung erfasst. Die Umschläge mit den Verfassererklärungen sind bis zum Abschluß der Preisgerichtssitzung vom Auslober unter Verschluß genommen. Die sechsstelligen Kennzahlen der Verfasser wurden auf allen Teilen der Wettbewerbsarbeiten, d.h. alle Pläne, Schriftstücke, Modelle, Verpackungsmaterialien etc., mit vierstelligen Tarnnummern 1001 bis 1029 überklebt.

Termingerechtigkeit Planunterlagen:
Die Arbeiten mit der Tarnzahl 1001, 1002, 1003,1004, 1005, 1006, 1009, 1010, 1013, 1015, 1016, 1018, 1020, 1023 und 1026 wurden termingerecht eingeliefert.
Bei den Arbeiten 1007, 1008, 1011, 1012, 1014, 1017, 1019, 1021, 1022, 1024, 1025, 1027, 1028 und 1029 fehlte das Versanddatum. Die Verfasser müssen ggf. die Rechtzeitigkeit des Absendetermins nachweisen.

Modelle:
Die Modelle mit der Tarnzahl 1002, 1003, 1004, 1006, 1009, 1010, 1014, 1015, 1016, 1018, 1019, 1020, 1021, 1023, 1024, 1027 und 1028 wurden termingerecht eingeliefert.
Bei den Arbeiten 1001, 1005, 1007,1008, 1011, 1012, 1013, 1017, 1022, 1025, 1026 und 1029 fehlte das Versanddatum. Die Verfasser müssen gegebenenfalls die Rechtzeitigkeit des Absendetermins nachweisen.

Zustand der Arbeiten Planunterlagen:
Die Planunterlagen mit der Tarnzahl 1002, 1003, 1005, 1008, 1009, 1015, 1021, 1022 und 1026 wurden beschädigt eingeliefert.
Modelle:
Die Modelle mit der Tarnzahl 1015 und 1018 wurden leicht beschädigt eingeliefert.
Die beschädigten Modelle wurden von der Vorprüfung im Rahmen des Möglichen wiederhergestellt.

Anonymität Bei der Arbeit mit der Tarnzahl 1020 und 1022 wurde die Anonymität nicht ge-wahrt. Sie wurde jedoch von der Vorprüfung wiederhergestellt.
Bei allen anderen Wettbewerbsarbeiten wurde die Anonymität gewahrt.

Vollständigkeit der
Unterlagen Die Vollständigkeit der Leistungen war nicht bei allen Arbeiten gegeben.
Es fehlen bei Teilnehmer mit der Tarnzahl 1022 die Angabe der Geschoßzahlen, bei der Tarnzahl 1028 lag kein 2. Plansatz zur Vorprüfung bei. Bei den Arbeiten 1010, 1011, 1016, 1017, 1018 und 1022 waren die geforderten Berechnungen unvollständig.

Zusätzliche Leistungen Bei der Arbeit mit der Kennzahl 1013 liegt ein zusätzlicher Erläuterungsbericht bei, die Arbeit mit der Kennzahl 1027 weist den Schallschutz in Graphiken auf extra Blättern nach.





28.06. 2001

Informationsrundgang: Der Informationsrundgang mit kurzer Erläuterung der Vorprüfung findet von 10.45 Uhr bis 13.15 Uhr statt.

29 Arbeiten sind zugelassen.

Herr Schwarz ist ab14.00 Uhr als Vertreter für Herrn Wimmer als Sachpreisrichter anwesend.
Frau Haaser-Schwalm ist ab 14.30 Uhr als Sachpreisrichterin anwesend.

Nach einer Mittagspause beginnt um 14.00 Uhr eine Diskussion über die Beurteilungskriterien und die wesentlichen Erkenntnisse des Informationsrundganges.

1. Rundgang: Der 1. Rundgang beginnt um 15.00 Uhr auf der Grundlage der in der Auslobung (Teil C) enthaltenen Beurteilungskriterien.
Die einzelnen Arbeiten werden ausführlich und vertieft diskutiert.

Folgende Arbeiten werden aufgrund nicht kompensierbarer Mängel einstimmig ausgeschlossen:

1003
1017
1020
1023
1024

Der 1. Rundgang endet um 18.30 Uhr.


2. Rundgang
Gleich an den 1. Rundgang anschließend beginnt um 18.30 Uhr der 2. Rundgang in umgekehrter Reihenfolge und endet um 19.30 Uhr.

Folgende Arbeiten scheiden im 2. Rundgang aus:

1001
1002
1004
1006
1009
1010
1012
1015
1019
1021
1025
1027
1028


Engere Wahl
Somit verbleiben für die Engere Wahl folgende Arbeiten

1005
1007
1008
1011
1013
1014
1016
1018
1022
1026
1029


Um 19.30 Uhr findet eine 30-minütige zusammenfassende Diskussion statt.

Das Preisgericht für den 28.06.2001 endet um 20.00 Uhr.
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29.06.2001

Fortsetzung des Preis-gerichts: Das Preisgericht tritt am 29.06.2001 um 8.30 Uhr wieder zusammen. Die verbliebenen 11 Arbeiten der engeren Wahl werden in Gruppen diskutiert und schriftliche Begründungen verfaßt.

Ab 11.00 Uhr werden die schriftlichen Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vor den jeweiligen Arbeiten verlesen und diskutiert.

Der Vortrag der schriftlichen Ergebnisse endet um 14.00 Uhr.



Rangfolge: Das Preisgericht unterbricht für eine Mittagspause.
Ab 14.30 Uhr werden die Arbeiten anhand der Modelle weiter juriert. Es ergibt sich folgende Rangfolge im Stimmverhältnis:

1. Rang: Tarnzahl 1008 Stimmverhältnis 9 : 2
2. Rang: Tarnzahl 1016 Stimmverhältnis 8 : 3
3. Rang: Tarnzahl 1005 Stimmverhältnis 10 : 1
4. Rang: Tarnzahl 1011 Stimmverhältnis 8 : 3
5. Rang: Tarnzahl 1013 Stimmverhältnis 8 : 3

Preise: Um 15.30 Uhr kommt das Preisgericht (vorbehaltlich der Überprüfung der jeweiligen Teilnahmeberechtigung) einstimmig zu folgendem Urteil:

1. Preis: Tarnzahl 1008 52.500,00 DM
2. Preis: Tarnzahl 1016 42.000,00 DM
3. Preis: Tarnzahl 1005 31.500,00 DM
4. Preis: Tarnzahl 1011 25.200,00 DM
5. Preis: Tarnzahl 1013 16.800,00 DM

Ankäufe: Es wird einstimmig beschlossen, 4 gleichwertige Ankäufe zu vergeben. Über die Ankäufe wird folgendermaßen entschieden:

Ankauf: Tarnzahl 1007 10.500,00 DM
Ankauf: Tarnzahl 1026 10.500,00 DM
Ankauf: Tarnzahl 1029 10.500,00 DM
Ankauf: Tarnzahl 1018 10.500,00 DM

Es wird einstimmig festgelegt, daß die Rangfolge der Ankäufe im Falle des Nachrückens, der oben festgelegten Reihenfolge entspricht.

Die Arbeit mit der Tarnzahl 1022 und 1014 verbleiben in der engeren Wahl.
Tarnzahl 1022 1. Nachrücker Stimmverhältnis 8 : 3
Tarnzahl 1014 2. Nachrücker Stimmverhältnis 11 : 0

Empfehlungen: Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die 5 Preisträger mit der Weiterentwicklung ihrer Konzepte, unter Berücksichtigung von allgemeinen, für alle Arbeiten geltenden Empfehlungen sowie der im Protokoll festgehaltenen Anregungen für die einzelnen Projekte, in einem kooperativen Verfahren, zu beauftragen. Die allgemeinen Empfehlungen betreffen folgende Punkte:

- Es sollte ein Lärmschutzgutachten (vom Auslober) erstellt werden, wel-ches nicht nur den IST-Zustand festhält, sondern auch Massnahmen zur Lärmabschirmung gegenüber der B 17 empfiehlt.
- Die bestehende Umgebungsstruktur mit dem Gebäudebestand und die bestehende Bepflanzung ist eingehender zu berücksichtigen.
- Eine stufenweise Realisierung mit den jeweiligen Zwischenständen ist darzustellen. Dies gilt nicht nur für die schrittweise Inanspruchnahme des Geländes, sondern insbesondere für den schrittweisen Abbruch der bestehenden Gebäude und Einrichtungen und gegebenenfalls für deren weitere Verwendung.
- Die Grünverbindungen zur Umgebung sowie die räumlichen und funk-tionalen Verknüpfungen mit Pfersee sind in allen Teilen zu überprüfen.

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober, daß Mitglieder des Preisgerichtes dieses Verfahren begleiten und abschließend für eine Empfehlung zur fundierten Entscheidungsfindung beurteilen.





Verlesen des Protokolls: Das Protokoll wird verlesen, einstimmig verabschiedet und unterschrieben.

Öffnung der Umschläge mit den Verfassererklärungen und Feststellung der Verfas-ser: Der Vorsitzende des Preisgerichts überzeugt sich von der Unversehrtheit der Umschläge, die er um 16.15 Uhr öffnet, und verliest die Erklärungen über Urheberschaft und Teilnahmeberechtigung der Wettbewerbsteilnehmer.

Entlastung der Vorprüfung: Herr Prof. Steiger entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die unge-wöhnlich gute und gründliche Vorbereitung, sowie die kompetente und sehr konstruktive Erläuterung der Ergebnisse der Vorprüfung.
Er dankt dem Auslober für die Bereitschaft für die vorgesehenen Aufgaben einen Architektenwettbewerb als Mittel der Qualitätsoptimierung einzusetzen. Er bedankt sich bei den Mitgliedern des Preisgerichtes für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und gibt den Vorsitz wieder an den Stadtbaurat Herrn Dr. Demharter zurück

Ende des Preisgerichts: Herr Dr. Demharter beschließt die Sitzung um 17.00 Uhr.