städtebaulicher Ideenwettbewerb

3. Preis
Anke Bauser und Stefan Blume, Architekten
Katja Aufermann, Landschaftsarchitektin
aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Der Entwurf zeigt eine relativ klare Gründordnung , die im Modell deutlicher hervortritt als in den Plänen. Konzeptbestimmend ist der nord-süd-ausgerichtete Freiraum mit den sich kreuzenden Ost-West-Grünzügen. Bestehende Vegetationsstrukturen bleiben erhalten, sowohl als offener Wiesenraum als auch als verdichteter Hain im nord-süd-gerichteten Grünzug.

Die grünen Freiräume gliedern das Stadtgebiet in vier Quartiere. Im Osten arrondieren die neuen Wohnquartiere die vorhandenen Stadtgebiete Pfersees. Im Westen bilden vorwiegend gewerblich genutzte Quartiere den Rand zur B 17.

Positiv ist, daß die Verfasser versuchen, im Bereich der Bürgermeister-Bohl-Strasse mit vorhandenen, künftig öffentlich genutzten Gebäuden, ergänzenden Dienstleistungseinrichtungen, einem Hotel und mit der Tramhaltestelle, dem neuen Stadtteil einen Schwerpunkt zu geben, der jedoch nur funktional formuliert wird, räumlich dagegen unzureichend ist. Zudem muß die Realisierung der diesen Bereich stärkenden und für eine Zentrumsbildung erforderlichen Bausteine im Augenblick infragegestellt werden.

Während gemischt genutzte Baufelder zum mittigen Freiraum einen deutlichen Rand ausbilden, weisen die flächig strukturierten Wohngebiete keine räumliche Differenzierung auf. Ihre Typologien werden, auch bedingt durch das engmaschige Erschließungsnetz konventionell und stereotyp vorgetragen. Die konsequente Nord-Süd-Anordnung ist jedoch im Hinblick auf eine passive Energienutzung günstig.

Die Binnenerschließung der vier Stadtquartiere weist klare Merkmale auf. Die Verkehrsvernetzung nach Alt-Pfersee ist gegeben, nach Westen ist sie unzureichend. Die Haltestelle Stadtberger Weg ist allerdings zu weit vom Westfriedhof abgerückt.

Der Entwurf kann in Abschnitten realisiert werden. Wirtschaftlich liegt er im oberen Bereich. In der Funktionsverteilung dominiert der gewerbliche Teil gegenüber dem Wohnen.

Zusammenfassend handelt es sich um einen für die weitere Entwicklung des westlichen Stadtgebiets tragfähiges Konzept, dessen räumlich-typologische Qualitäten sich erst über das Modell anschaulich und atmosphärisch vermitteln.






Stadtteilarbeitskreis "Sheridan Kaserne" am 20. Juli 01
Beiträge zum städtebaulichen Ideenwettbewerb

3.Preis Bauser und Blume, Aufermann


Verkehr

Verkehrskonzept unklar.


Grasiger Weg

Grasiger Weg sollte durchgängig befahren sein

Klärungsbedürftig: Grasiger Weg sollte klar unterbrochen werden – wird sonst Durchgangsachse.


Grün/Freiraum

Positiv: Sehr gute Grünzüge – sehr gute Durchlüftung der Stadt.

Positiv: Wiese erlaubt sehr schöne Blickbeziehung und eröffnet damit den Landschaftsraum.

Das stumpfe Ende am Nordende der Grünachse könnte sich auch zu einem Platz in Richtung Eingang West-Friedhof mit Parkflächen für Autos erweitern.

Negativ: Grünzug endet im Norden zu weit westlich.

Bäume beim Grünstreifen lassen
Abgrenzung zum Wohngebiet

Jugendbereich im "Grünen Streifen" mehr in die Mitte setzen
Zu nah an B 17
Zu viele Straßen


Historische Gebäude

Positiv: KZ-Halle bleibt erhalten.


Soziale Infrastruktur

Zentrum Pfersee – am Schlössle.
Kindergarten und Sportfläche machen auch ein Zentrum aus.

Jugendzentrum zu nah an der B 17
Zu weit weg von Wohngebiet.