Vorentwurf Freiraumplanung Sheridan

Entwurfselemente

Präsentation des Vorentwurfs: Download als pdf



Parkband
Von der Reese-Kaserne im Norden über den Westfriedhof und Sheridan-Gelände bis zum Vehicle-Parc im Süden erstreckt sich ein Parkband, das vielvältig mit Stadtteil und Umland vernetzt ist.

Baumbestand
Wesentliches Element des Entwurfs ist der Erhalt des schönen Baumbestands auf dem Gelände. Auf diesen Bestand soll aufgebaut werden.
Bei der Auswahl der Baumsorten soll angeknüpft werden an die Herbstfärbung des Bestands „Indian Summer“.


Wegeband
Prägendes Element des Entwurfs ist das mäandrierende (Wege-)Band, das sich in nord-südlicher Richtung durch das Gelände zieht. Neben einem asphaltierten Hauptweg, der für Radfahren geeignet ist, gibt es kleinere geschwungene Wege mit „wassergebundenem Belag“ zum Spazieren gehen.
In Ost-West-Richtung wird das Wegeband vielfältig mit dem Stadtteil und der Umgebung verknüpft.
Die Wohngebiete werden durch kleine Wege mit kleinkronigen Alleen eng mit dem Parkband verknüpft.
Die Hauptwege werden beleuchtet und im Winter von Schnee geräumt.




Inseln
Die Flächen zwischen den Wegen werden durch verschiedene Vegetationselemente (Gräser, Stauden) oder Geländemodellierungen gestaltet. Sie werden teilweise mit Elementen versehen, die zum Spielen und Verweilen anregen sollen, aber auch noch einmal an die amerikanische Nutzung erinnern sollen.
Spielplätze werden entlang des Bandes verteilt und mit naturnahen Elementen und Materialien gestaltet.



Historische „Relikte“
Das Wegeband verbindet auch die historisch wichtigen Orte auf dem Gelände, sowohl baulicher Art (Appellplatz, Gebäude 116 mit ehemaliger Nutzung als KZ-Außenlager, Chapel, Kasino),  als auch landschaftlicher Art, (Grasiger Weg,  Vehicle-Parc).


Wiesen
Der Hauptweg in Nord-Süd-Richtung trennt auch die Intensiven, strapazierfähigen Flächen für Sport und Spiel, die  vorwiegend am westlichen Rand des Grüngürtels angesiedelt sind und damit in der Nähe der Gewerbebebauung weniger stören..
Auf der Ostseite des Weges, angrenzend an die Wohnbebauung, sind extensive Wiesenflächen mit unterschiedlichen Vegetationsformen vorgesehen. Diese werden nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht und beinhalten eine größere Anzahl an Pflanzen, so dass auch in unmittelbarer Nähe zur Stadt Naturbeobachtungen möglich sind.



Privatgärten
Die Privatgärten sollen durch geschnittene Laubhecken (auf privatem Grund) vom öffentlichen Park abgegrenzt  werden. Dies gibt dem Park eine moderne und ruhige Fassung und den privaten Bereichen Sichtschutz. In ca. 6 m Abstand zu den Hecken ist eine Baumreihe entlang des Fußweges geplant. Durch ausreichenden Abstand der Bäume werden Privatgärten nicht verschattet. Auf Sträucher vor den Hecken oder zwischen den Bäumen soll der Überschaubarkeit (Sicherheit) wegen verzichtet werden.



Einzelbereiche:

Platz an der Stadtberger Straße
Südlich der Stadtberger Straße entsteht einen Platz, geprägt durch einen Baumhain, auf dem sich auch ein Cafe ansiedeln könnte. Westlich des Eingangsbereiches zum Park wird ein Parkhaus für die Besucherinnen und Besucher des Westfriedhofs entstehen.





Wege

Drei, in Ost-West-Richtung verlaufende Hauptwege verbinden künftig Pfersee mit Stadtbergen und den Westlichen Wäldern:

Der Mittlere Weg verbindet das Pferseer Schlössle mit dem Hallenbad und dem Zentrum Stadtbergegn. Er wird mit der bestehenden Allee und der niedrigen Mauer (Sitzmöglichkeit) erhalten.

Der Grasiger Weg wird ebenfalls in seiner jetzigen Form mit Baumallee und der historischen Mauer, erhalten, die als Abschirmung zum künftigen Gewerbegebiet dient.
Der Grasige Weg könnte nach Ansicht von Frau Lohaus zum „Kunstpfad“ werden, auf dem einzelne erhaltenswerte Bau-Teile aus dem historischen Bestand, künstlerisch bearbeitet, einen Platz finden könnten.

Eine neue Verbindung entsteht mit dem „Westliche-Wälder-Weg“, der den südlichen Bereich Pfersees über den Panzertunnel an das Naherholungsgebiet „Westliche Wälder“ anschließt. Auch er ist lediglich als Fuß- und Radwegeverbindung vorgesehen

Entlang des Lärmschutzwalles an der B 17 wird ein Radweg geplant, der das fehlende Teilstück entlang der Westtangente herstellt.


Spiel- und Freizeitanlagen:

Appellplatz
Auf dem ehemaligen, asphaltierten Appellplatz gruppieren sich diverse Sportflächen für Jugendliche (z.B. eingetiefte Skateanlage, Beachvolleyball). An den Appellplatz schließt direkt das Gelände der künftigen Westpark-Schule an. Somit wird versucht, die eher lauten Spieleinrichtungen abseits der Wohnbebauung zu positionieren. Die Auswahl der angebotenen Spiel- und Sporteinrichtungen berücksichtige in jedem Falle die vorgegebenen Lärmwerte für die angrenzenden Nutzungen und wird im weiteren Planungsverfahren noch angepasst.
Die alte Kommandantur (Gebäude 165) auf der Westseite des Appellplatzes soll möglichst erhalten werden, was jedoch  ein wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept erfordert. Für die  alte Sporthalle (Gebäude 166)  zeichnet  sich eine Nutzung in Verbindung mit den Jugendfreizeiteinrichtungen auf dem Appellplatz ab.
Südlich der Sporthalle entsteht eine „Festwiese“, die für vielfältige Nutzungen durch die Bürger und Bewohner zur Verfügung stehen soll.






Spielplätze
Spielplätze für die Altersgruppen der 6-12-jährigen sind verstreut über das gesamte Parkgelände innerhalb des mäandrierenden Wegebandes vorgesehen. Um Konflikte zwischen Radfahrern und Kleinkindern zu vermeiden, werden die Spielplätze durch kleine Sitzmauern und durch Geländemodellierungen von den Hauptwegen getrennt. Die Ausstattung der Spielplätze ist mit naturnahen Materialien vorgesehen, so dass die Phantasie der Kinder angeregt werden soll.
Für Freizeitfußballer wird am südwestlichen Ende des Parkes, südlich des Westliche-Wälder-Weges eine um zwei- bis drei Sitzstufen abgesenkte Ballspielfläche entstehen. Somit können auch Hobbyfußballer, die keinem Verein angehören, ihrem Sport nachgehen.



Knoten an der B17
Ein lichtes Wäldchen soll den Übergang in die Landschaft andeuten.
Der Knoten an der B17 ist derzeit in Planung und soll im weiteren Verfahren noch optimiert werden.
Die öffentliche Auslegung fand statt, derzeit erfolgt die  anschließende Bearbeitung der eingegangenen Stellungnahmen .
Baubeginn ist voraussichtlich im Oktober 2007.




Entwurfsverfasser:
LohausCarl, Landschaftsarchitekten, 05.10.06
www.lohauscarl.de