Ideen- und Realisierungswettbewerb
Freiraumplanung Reese-/ Sheridan-Kaserne, Augsburg
3. Ankauf
sinai.exteriors A.W. Faust, Berlin

Die Grundidee der Gestaltung mit dem Versuch, den amerikanischenCharakter des Ortes durch rotlaubigeGroßbäume und flächiges Grasland herzustellen, ist erkennbar. Die offene zentrale Mitte und die dichten Randbereiche mit multifunktionalen Einrichtungen lassen eine vielfältige und hochwertige Nutzung erwarten. Die seitliche Abgrenzung mit Baumgruppen (Baumhallen) wirkt zu schematisch, die flächigen Grasfelder (Grasländer) sind zu kleinteilig und entsprechen nicht der Vorstellung einer Prärielandschaft. Die Wegeführung in der Längsachse ist beidseitig sehr unattraktiv.
Die zentrale Mitte am Grasigen Weg liegt richtig. Die Flächen des zentralen Platzes sind überdimensioniert. Die angebotenen Aktivitäten sind überzogen.
Die Zuordnung von Sport-und Spielflächen ist richtig verteilt, sie stellen keine Beeinträchtigung für Wohnbauflächen dar. Die geforderten Jungendspielflächen sind nicht nachgewiesen. Die Lage des Sportplatzes unmittelbar nördlich des Casinos ist fragwürdig.
Die Verbindung zu den geplanten Nachbarquartieren ist unvollständig dargestellt. Die bestehenden zu erhaltenden Gebäude Kapelle und Casino sind gut eingebunden. DieUmfeldgestaltung der Gedenkstätte Halle 116 mit den zugeordneten Freizeiteinrichtungen stellt eineinteressante Lösung dar.
Der Vorplatz der geplanten Schule ist schlüssig in die Gesamtkonzeption integriert. Der Eingriff in den Baumbestand ist gering. Die geplante Lärmschutzwand liefert differenzierte Lösungsansätze. Die Ausgleichsflächen südlich der B 17 sind nachgewiesen und stellen einen neuen Ansatz für eine Stadtrand-Landschaft dar. Allerdings werden bestehende Magerrasen-Standorte und die Struktur des Vehicle-Parksnicht berücksichtigt.
Die Umsetzung der Planung in Bauabschnitten ist möglich und liegt im wirtschaftlichen Bereich. Der Entwurf hat eine hohe räumliche Qualität, Teilaspekte können weiterentwickelt werden. Insgesamt wirkt er aber mit seinen formalen Elementen überzogen.

Empfehlungen
der Bürger und BürgerInnen anlässlich der Ausstellungsführung am 06.07.05
 

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