Ideen- und Realisierungswettbewerb
Freiraumplanung Reese-/ Sheridan-Kaserne, Augsburg
begrenzt offener, zweistufiger Wettbewerb
Empfehlungen der Bürger für die Weiterbearbeitung der ausgewählten Arbeiten
anlässlich der Ausstellungsführung und Erläuterung am 14. Januar 2005

Die Empfehlungen zu den einzelnen Entwürfen finden Sie auf der jeweiligen Seite !

Empfehlungen, die für alle 15 Entwürfe gelten

Verbindungen

Grünbezüge und Wegebeziehungen sollen an bestehende Grünflächen anknüpfen und angrenzende Stadtteile (insbes. Altpfersee) mit einbeziehen.

Die Ost-Westverbindungen sind in den meisten Arbeiten nur schematisch dargestellt und ermöglichen keine Aussage über die räumliche Qualität.

Die Qualität der Wege und insbesondere der Übergänge (B17, Stadtberger und Bgm-Ackermann-Str....) sollte  herausgearbeitet werden. Städtische Planungen sollen Berücksichtigung finden (z.B. Schlösslepark, Augsburger Str., Dierig-Flächen, Mühlbach, Wertach).

Zu rechtwinklige als auch zu stark geschwungene Wege seien unbequem und führen zu Abkürzungen.

Auf die Nutzerfreundlichkeit der Wege soll geachtet werden.
Geschwungenen Wege werden gegenüber orthogonalen Strukturen als attraktiver und abwechslungsreicher  eingeschätzt.

Fahrradwege sind nicht ausreichend dargestellt, weshalb mögliche Konflikte mit den Fußwegen nicht abzuschätzen sind. Grundsätzlich sollten Fahrradwege getrennt geführt werden.

Langfristig sollte der Friedhof Durchgangsmöglichkeiten von allen Seiten bieten. Eine Wegeführung am Friedhof vorbei wird als sinnvoll eingeschätzt, um Konflikte im Friedhof zu vermeiden (u.a. Begräbnisfeiern) und um die Verbindung außerhalb der Öffnungszeiten sicherzustellen. Parkplätze sollen erhalten bzw. ausgebaut werden.

Eine Auseinandersetzung mit dem Schlaugraben wird in allen Arbeiten vermisst.

Grünstruktur

Es besteht grundsätzlich der Wunsch nach „natürlicher/ naturnaher“ Gestaltung und modelliertem Gelände.

Geometrische, lineare Strukturen wurden als eher langweilig vermutet.

Es wird eine durchgehende Gestaltung, die sich über beide Kasernengelände erstreckt, bevorzugt.

Obwohl grundsätzlich der Wunsch nach „natürlicher“ Gestaltung besteht, finden unkonventionelle, räumliche Strategien bzw. „künstliche“ Elemente, wie die „Schollen“,  große Zustimmung.

Eine lockere Baumstruktur wird zu dichten Pflanzungen vorgezogen.

Bestandsbäume sollen so weit wie möglich erhalten werden. Große Bestandsbäume sind für die Wirkung der neuen Anlage von großem Wert.

Die Beurteilung der räumlichen Dimensionen fällt grundsätzlich schwer. Bei ihrer Beurteilung beziehen sich viele Bürger vergleichend auf räumliche Erfahrungen im  Wittelsbacher Park.

Es sollten natürlich gespeiste Wasserflächen vorgesehen werden.

Nutzung

Orte der Aktivität:
Bei der Lage sollte neben der Konfliktfreiheit (Anordnung am Westrand) auch die Wohnungsnähe (hausnahes Spielen, ...) sowie eine gleichmäßige Verteilung über das Gesamtgelände beachtet werden.

Eine zu starke Konzentrierung der Nutzungen sollte vermieden werden.

Orte der Ruhe:
Räumliche Nischen und ruhige Rückzugsbereiche sollen vorgesehen werden.

ausserdem:

Die Geschichte der Kasernen sollte noch deutlicher aufgegriffen werden (z.B. Geschichtspfad, Gedenkpfad, Plätze, Orte).

Unterhaltsaufwand und  der langfristige Erhalt besonderer Ausstattungselemente soll berücksichtigt werden.

Eine Entwicklung in funktionstauglichen Abschnitten soll möglich sein.



Die Stellungnahmen zu den einzelnen Entwürfen finden Sie auf der jeweiligen Seite.