Ideen- und Realisierungswettbewerb
Freiraumplanung Reese-/ Sheridan-Kaserne, Augsburg
Ankaufgruppe

Club L94 Landschaftsarchitekten und Damrau+Kusserow Architekten, Köln

Die Verfasser schlagen eine Zweiteilung der Nutzungen in
intensive und extensive Zonen vor. Während im Bereich der
Sheridan-Kaserne die getrennte Anordnung in einen westlichen
extensiv genutzten und einen den Wohn-quartieren zugeordneten
östlichen Streifen überzeugend vorgetragen wird, lässt die
Mischung der Nutzungsbereiche in der Reese-Kaserne kein
nachvollziehbares Konzept entstehen. Die geforderten Spiel- und
Sportflächen sind im Bereich der Sheridan-Kaserne ausreichend
dimensioniert, die Integration in das Sport-, Spiel-, und Gartenband
führt jedoch zu erheblichen Lärmkonflikten mit der angrenzenden
Wohnbebauung. Im Abschnitt des Friedhofes wurden bestehende
Spielflächen nicht berücksichtigt. Die aus-schließliche Nutzung für
Kleingärten bietet an diesem Standort ein zu geringes Freiraumangebot.
Zudem ist keine Gestaltungsidee erkennbar. Der
nördliche Eingang an der Ulmer Straße wirkt abschirmend und
erschwert die Vernetzung mit angrenzenden Quartieren. Die
Übergangszonen an der Bürgermeister-Ackermann-Straße und
der Stadtberger Straße sind nicht gelöst. Die „Green Mountains“
am Übergang zu den Wertachauen widersprechen stadtklimatischen
Belangen. Die zusätzliche vorgesehene neue
Unterführung unter der B17 ist räumlich äußerst unattraktiv und
technisch nur sehr aufwendig umsetzbar. Die Vernetzung zu
angrenzenden Stadt- und Landschaftsräumen ist nur ansatzweise
dargestellt. Das Fehlen des Westliche Wälder Weges erschwert
die Anbindung nach Westen. Die Komposition aus baumbestandenen
Schotterflächen, großzügigen Wiesenräumen und
Sport-, Spiel- und Gartenbändern bietet eine Vielzahl sehr gut
nutzbarer Räume. Jedoch würde eine konsequente Umsetzung
des Konzeptes zu einem massiven Eingriff in den Baumbestand
führen. Die Anordnung der Retentionsflächen in Verbindung mit
Schotterfeldern ist ein positiver Beitrag zur Ökologie. Eine
Auseinandersetzung mit dem Schlaugraben findet nicht statt. Die
Wirtschaftlichkeit ist mit Ausnahme des Lake Little gegeben.
Insgesamt eine Arbeit, die insbesondere für die Sheridan-Kaserne
eine vorstellbare Lösung aufzeigt.

Empfehlungen
der Bürger und BürgerInnen anlässlich der Ausstellungsführung am 14.1.05  



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