Protokoll Stadtteilarbeitskreis vom 8. Okt. 2002, 20 Uhr

Ort: Bürgerhaus Pfersee, Stadtbergerstr. 17

Moderation: Urbanes Wohnen e.V. München, Frau Skok

Anwesend:
- ca. 25 TeilnehmerInnen mit Vertretern von Parteien, Vereinen,
- Pferseer Geschäftsleute, Bürgeraktion Pfersee, Agenda 21 und Anwohner der benachbarten Stadtteile
- Stadt Augsburg: Ref. 6 , Herr Illner, Frau Steude, Herr Sterz,
- Tiefbauamt Herr Weber
- Herr Stadler Referat Oberbürgermeister
- Stadträte: Frau Kamm
- AGS: Herr Glas
- S 8 Architekten: Herr Becker, Frau Specht, Mainz
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Die Tagsesordnungspunkte der Einladung wurden in der Reihenfolge verändert, da einige TeilnehmerInnen
aufgrund der Veranstaltung "Bündnis für Augsburg" erst später teilnehmen können. Herr Demharter läßt sich aus diesem Grunde heute entschuldigen.

0. Begrüßung und Einleitung durch Herrn Stadtdirektor Stadler:

Zwischenzeitlich wurde mit den Architekten ein Zeitplan erstellt. Vom OB erging der Auftrag, die Konversionsflächen bevorzugt zu bearbeiten. Die Bürgerbeteiligung soll intensiviert werden. Es werden mind. 2 x jährlich Sitzungen des Stadtteil-AK vorgesehen. Zu speziellen Themen sind zusätzliche Werkstätten und Untergruppen möglich. Mit dem Bund finden Gespräche statt über Preis und Teilerwerb von Flächen. Die Stadt Augsburg ist außerdem in der letzten Oktoberwoche mit der Sheridan-Kaserne auf der Expo-Real vertreten, eine Gewerbeimmobilien-Messe in München (28.-30.10.02). Ziel ist, ein erstes feed-back von Investoren zu erhalten.


1. Vorstellung eines Zeitplans für die nächsten Planungsschritte

In dem angefügten Zeitplan sind sowohl die bisherigen als auch die zukünftigen Planungsschritte und die Stationen der Bürgerbeteiligung zur Sheridan-Kaerne aufgelistet.


2. Informationen der Bauverwaltung zum Stand der Abstimmung mit beteiligten Referaten durch Frau Steude, Stadtplanungsamt

Kulturreferat: Mit Frau Leipprand fand eine Abstimmung hinsichtlich der Frage zur Form der Gedenkstätte und des musealen Zusammenhangs statt. Eine Rückmeldung des Referats erfolgt nach interner Rücksprache mit Mitarbeitern. Die Idee der geschichtlichen Aufarbeitung wurde vom Kulturreferat positiv aufgenommen. Die Durchführung eines workshops wird als möglich erachtet. Die Bedarfsanmeldung des Stadtarchivs für Lagerflächen auf dem Sheridangelände kann aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden.
Sozialreferat: Mit Herrn Hummel fand ein Gespräch zum Thema "Leuchttumprojekt" z.B. Bürgerhaus statt. Bis November sind Aussagen zum Projekt und zur Zielrichtung zugesagt. Auch hierzu ist ein workshop möglich.

- Vorschlag der Bürgeraktion, Herr Egger: Ein weiteres "Leuchtturmprojekt" könnte das Thema Gesamtgymnasium sein. Hierzu wurde ein Informationsblatt weitergereicht. Die Bauverwaltung wird dies in seiner koordinierenden Funktion an das zuständige Referat weiter geben und um Stellungnahme bitten. Zu klären ist bei dieser Bedarfsanfrage die Anbindung, Kosten etc. Herr Stadler wird hierzu ein Gespräch mit Herrn Schramm, Schulreferat führen und ihn zu einer der nächsten AK-Sitzungen einladen.

KUMAS, Zusammenschluß von Betrieben mit ökologischen Techniken, wegen Unterstützung oder eventuell eines Pilotprojekts brachte bisher kein Ergebnis.

Amt für Wirtschaftsförderung: Zielrichtung ist die Teilnahme bei der Immobilienmesse EXPO-REAL. Hierfür wird ein Prospekt zur Sheridan Kaserne erstellt. Im Referat befasst man sich außerdem mit den Strategien für die Gesamtstadt und der Bildung von Schwerpunkten.

Gemeinde Neusäß und Stadtbergen: Die Gespräche beziehen sich auf das Thema Grün, Vernetzungen im Rahmen der BUGA sowie weitere Verknüpfungspunkte. Beide OB sind aufgeschlossen und bereit, an der Entwicklung von Ideen zur Vernetzung mitzuwirken.

Regierung von Schwaben/Bundesvermögensamt: Die Reg.Schwaben unterstützt weiter die bisher praktizierte Form der Bürgerbeteiligung. Zu Fragen der Förderung von Selbstbaugemeinschaften: Es wird demnächst eventl. ein neues Programm hierzu aufgelegt werden.
Mit dem Bundesvermögensamt haben die Grundstücksverhandlungen erst begonnen. Interesse der Stadt ist es, den Grünanteil möglichst günstig zu erwerben. Zum Thema Abbruchmaßnahmen: Das Amt wurde über den aktuellen Planungsstand zum Bestandserhalt informiert, d.h. die Vorschläge im preisgekrönten Wettbewerbsentwurf wurden so weiter gegeben. Es findet kein Abbruch ohne Abstimmung mit der Stadt Augsburg (und Rückkopplung mit dem AK) statt !

- Beitrag des AK: Einheimischenmodelle, Baugruppen, Genossenschaftsmodelle bzw. grundsätzlich Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum durch die Stadt Augsburg sind vorrangig zu fördern. Hierzu ist eine eigene Veranstaltung oder ein workshop geplant.

Stadtwerke: Die Gespräche beziehen sich auf die Energieversorgung und den ÖVNP (Trambahnschleife).

- Beitrag, Herr Deurer: Alternative Energieformen wie Biomassenutzung prüfen. Positive Erfahrungen/Daten werden
von Herrn Deurer dem Planungsamt zur Verfügung gestellt.

Bestandserhalt/Zwischennutzungen: Über das was, wie, wann zum Bestandserhalt (z.B. Bürgerzentrum, Turnhallen)
wird mit den Dienststellen und Referaten extra verhandelt. Zwischennutzungen sind immer auch eine Frage der Kosten und
Trägerschaft. Es ist beabsichtigt, diverse Bauteile zu sichern, die historisch bedeutsam sind.

- Räumlichkeiten für Vereine, Herr Fuder: Die Pferseer Vereine sind weiter an der Nutzung von Räumlichkeiten interessiert.
Im Rahmen des Bestandserhalts (eventl. mit Selbsthilfe) ist dies weiterhin zu prüfen.
- Anfrage des Stadtjugendrings, Frau Eisenbarth zum Bestandserhalt bzw. Turnhallennutzung. Zudem gibt es Interesse der
Bürgerstiftung an einer Zwischennutzung des Gym z.B. für Nachtbasketball.
- Anfrage, inwieweit eine Zwischennutzung des Gym, des Kasinos und der Kommandatur vorzeitig herausgenommen,
abgegrenzt und bewacht werden kann.
Diese Vorüberlegungen und Vorschläge der Vereine/Jugend/Sport sollen in einem workshop zusammengetragen werden.


3. Präsentation der Planung mit Erläuterungen durch das Architekturbüro s8, Frau Specht und Herr Becker

Die Planung ist als Fortsetzung des Ziel- und Strukturkonzepts zu verstehen. In die städtebauliche Rahmenplanung, die vorauss.
bis Mitte nächsten Jahres vorliegt, werden die Anregungen und Stellungnahmen der Referate und Ämter eingearbeitet.

Anhand der Pläne erläuterten die Architekten die Entwicklungsstufen in den Bereichen Grünzüge, Baugebiete Wohnen+Gewerbe,
Versorgungseinrichtungen, Verkehr, Gebäudebestand und deren grobe Planungsprinzipien.

Anmerkungen der Teilnehmenden zu den Erläuterungen:

- Rahmenplanung offen halten und damit zukunftsfähig bleiben, Alternativen aufzeigen
- Einbeziehung der Gemeinde Stadtbergen in die westliche Planung
- Bei Nord-West-Grenze, die zugleich auch Augsburger Stadtgrenze ist, auch darüber hinaus denken.

Verkehr:
- Tieferlegung und Lärmschutz an B17 ist Kostenfrage
- Lärmschutz an B 17 (Tieferlegung, Kreisverkehr) wichtig
- Die Verkehrsbelastung der umliegenden Stadtteile muß berücksichtigt werden. Insbesondere die Anwohnerinteressen der
Adalbert-Stifter-Siedlung mit der Verkehrsbelastung der Leitershofer Str. – Frage Öffnung des Grasiger Weges?
- Zur Verkehrsuntersuchung: Augsburg darf nicht mehr belastet werden. Die Diskussion sollte nicht nur nach Zahlen und Interessen
geführt werden, sondern auch nach Qualitäten.
- Die Öffnung des Grasiger Weges ist in der Planung der Architekten nicht vorgesehen, da dies den Nord-Süd-Grünzug unterbrechen würde.
Zur Öffnung des Grasiger Weges gibt es nach wie vor Interessengegensätze.
- Es wird eine eigene AK-Sitzung mit den Verkehrsplanern geben, in der das Tiefbauamt Lösungsvarianten vorstellt (da die erforderliche
Verkehrszählung erst im Dezember 02 stattfindet, wird dies ca. Febr. 03 möglich sein).

Zentrum:
- Zentrum ist umgeben von Mischnutzung
- Neues Zentrum – Konkretisierung der Gestaltung, Nutzung, Aktivitäten
- Lage des Bürgerhauses als städtische grüne Mitte mit Aktivitäten (Empfehlungen des Planungsworkshops beachten)

Gebäudebestand:
- Gebäude 115/116/117 und 154-157 sind zunächst Optionen/Nischen, zeitgemäße Gestaltung des Bestandes, Aufrechterhaltung der Gehöftstruktur
- Erhalt der Sporthallen und Zwischennutzung ? Plädoyer der Architekten: Sporthalle eher im Stadtgarten ansiedeln als im Wohngebiet.
Brandschutzanforderungen der südl. Sporthalle muß beachtet werden.



Protokoll: 14.10.02
UW/Helga Jäger