Protokoll zur 10. Sitzung des
Stadtteilarbeitskreis Sheridan Kaserne
Thema „Verkehrserschließung“
ÖPNV, Fuß- und Radwegevernetzung
am 30. Juni, 19.30 Uhr

Ort: Pfarrgemeindesaal Herz-Jesu-Kirche
Franz-Kobinger-Str. 10
Moderation: Urbanes Wohnen e.V. München, Frau Skok
Anwesend: ca. 27 TeilnehmerInnen mit Vertretern von Parteien,
Vereinen, Pferseer Geschäftsleute, Bürgeraktion Pfersee,
Anwohner der benachbarten Stadtteile, ANA, ADFC
Stadt Augsburg: Stadt-Dir. Herr Stadler, Stadtbaurat Herr Dr. Demharter
Stadtplanungsamt, Frau Steude, Herr Illner, Herr Sterz,
Frau Utz, Herr Ohrem
Tiefbauamt Herr Weber, Herr Dr. Höhnberg
Stadtwerke Augsburg, Herr Walter, Herr Schnierle
Stadträte: Frau Haaser-Schwalm, Frau Kamm
AGS: Herr Deutschmann, Herr Glas
S 8 Architekten: Herr Becker, Frau Specht, Mainz
Verkehrsplaner: Herr Pickel Büro R+T
Herr Büscher, Büro Spiekermann



0. Begrüßung, Vorstellung des Ablaufs, Zusammenfassung (UW und Herr Stadler)

- Zusammenfassung der bisherigen Empfehlungen der Bürgerwerkstatt zur Erschließung Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Fuß- und Radwege
- Zusammenfassung der Ergebnisse des letzten Stadtteil-AK Verkehrserschließung - Individualverkehr
- Zusammenfassende Empfehlung einer Erschließungsvariante Individualverkehr der s8architekten und der Verkehrsplaner R+T – siehe website der Sheridan-Kaserne (pdf-Datei)
- Im letzten Konversionsausschuß wurde beschlossen, die Planvariante 1 (Grasiger Weg für Kfz-Verkehr gesperrt) für die städtebauliche Rahmenplanung weiter zu bearbeiten.


1. Vorstellung des Wettbewerbs-Konzepts der ÖVNP-Erschließung mit Vor- und Nachteilen (Büro R+T, s8 architekten – Herr Pickel)
Siehe website der Sheridan-Kaserne (pdf-Datei)


2. Verkehrsuntersuchung zum ÖPNV (Stadtwerke Augsburg, Herr Walter)

Die Stadtwerke haben eine Verkehrsuntersuchung (Büro Spiekermann) in Auftrag gegeben. Die zu erwartenden Verkehrspotentiale für das Sheridan-Gelände wurden ermittelt und daraus Empfehlungen für eine zukünftige Bus- oder Straßenbahnerschließung abgeleitet:

2a Verfahren und Ergebnisse (Büro Spiekermann – Herr Büscher)

Fragestellung, Vorgehensweise, Einzugsbereich, Potentiale, Buskonzept, Straßenbahnkonzept, Empfehlungen - Siehe website der Sheridan-Kaserne (pdf-Datei)

Schlußfolgerungen: Eine Straßenbahn erschließt das Gelände nicht vollständig, sondern müßte mit Bus unterstützt werden; alternativ kann dann gleich ein Busführungs-Konzept eingeführt werden. Bus ist ein flexibleres Verkehrsmittel, das auch Bauphasen und die Hauptbelastungszeiten (morgens, abends) des Gewerbegebiets berücksichtigen kann.

Fachfragen des Publikums:
Die Nachfragen bezogen sich auf
- sinnvolle Anbindung nach Leitershofen?
- Linie 35 als Zubringerlösung, als durchgehende Linie?
- Wie kann der Umweltverbund gestärkt werden?
- Sinnvolle Anbindung nach Norden zu den amerikan. Wohngebieten?
- Linienführung der Buslinie AVV überprüfen
- Umgriff der Verkehrsuntersuchung?
- Kostenvergleich der Konzepte?

Herr Walter, Stadtwerke: Der Erfolg der Linie 3 sei darauf zurückzuführen, daß sie radial direkt zur Innenstadt führe. Nahe der B 17 bestehe eine sehr starke IV-Erschließungsstruktur. Er sehe es daher als sinnvoll an, daß für das Gelände ein gutes Buskonzept ausgearbeitet wird, das er gegenüber einer Tramerschließung bevorzugen würde.


3. Vorstellung der Verkehrsuntersuchung zum P+R-Konzept Westfriedhof (Büro Spiekermann – Herr Büscher)

Vorgehensweise, Einzugsbereich, Potenzial, - siehe website Sheridan-Kaserne (pdf-Datei)

Empfehlungen: Entsprechend dem Nutzerpotential von etwa 80 PKW täglich und einer Platzgröße von 0,2 Hektar wird die Umsetzung einer P+R-Anlage in zwei Baustufen empfohlen.

Anregungen des Publikums:
Die Zahlgrenze des ÖPNV müßte überdacht werden (Westfriedhof)
Durch P+R Anlage könnte eventuell auch der ÖPNV beschnitten werden


4. Vorstellung des Konzepts Rad- und Fußwegevernetzung (s8architekten – Herr Becker)
Siehe website Sheridan-Kaserne (pdf-Datei)

Empfehlung aus dem Publikum:
Mit der angrenzenden Gemeinde Stadtbergen verhandeln und zusammenarbeiten, um die westlichen Verbindungen/Übergänge für Radfahrer attraktiver zu gestalten.
Antwort Stadt Augsburg: Die Gemeinde Stadtbergen ist an einer Vernetzung sehr interessiert und die Empfehlung wird beim nächsten Verhandlungstermin mit Stadtbergen eingebracht werden. Vorgabe der Stadt für die Rahmenplanung war, unterschiedliche Fahrradfahrertypen brauchen auch unterschiedliche Ausbildungen, also die Berücksichtigung eines breiten Spektrums.


5. Sammlung eines Meinungsbildes der Anwesenden zum ÖPNV-Konzept und zum Konzept Rad- und Fußwegevernetzung

Die Bürger wurden nun aufgefordert, bei den jeweiligen Stellwänden mit den Konzeptentwürfen ihre Meinungen und Empfehlungen abzugeben mit folgenden Leitfragen:
- Was findet Ihre positive Zustimmung, was ist gelungen
- Was wird als problematisch erachtet, (eventl. Anregungen und Empfehlungen)

Ergebnisse der Beiträge der Bürgerinnen und Bürger:



ÖPNV-Konzept und P+R (Büro Spiekermann):

Was findet Ihre positive Zustimmung, was ist gelungen? – 4 Beiträge:

- Tramlinienkonzept durch Sheridan-Kaserne

- Positiv ist die Beibehaltung der Straßenbahn auf der bisherigen Trasse, d.h. eine kombinierte Tram-Bus-Erschließung des Sheridan-Geländes

- Anbindung und Erschließung des Areals mit der 3-er und 35 ist weiter zu verfolgen. Erweiterung nach Leitershofen ist möglich. Umsteigeknoten Bürgermeister-Bohl-Str. ist auszubauen.

- Zufahrt über mittleren Weg ist zu begrüssen


Was wird als problematisch erachtet (eventl. Anregungen und Empfehlungen)? – 20 Beiträge:

- Die Busringlinie kann nicht vom 35-er erledigt werden, wenn der auch noch Stadtteile verbinden soll.

- Das Bus-Konzept (Linie 35) ist zu kompliziert und verschlungen. Es sollte geradliniger verlaufen.

- Busachterbahn erscheint wenig attraktiv.

- Die Zahlgrenze ist zu verändern, wenn der ÖPNV attraktiv werden soll (Innere Zone bis Westfriedhof).

- Wieso kann der Bus da durchfahren, wo es die Tram anscheinend nicht kann ? (Vom Schlössle geradeaus in das Sheridan-Gelände).

- Baulich wurden am Westfriedhof Fahrten geschaffen, die eine alternative Tramführung vorerst (25 Jahre?) extrem erschweren.

- Tramtrassen sichern! Der Bus kann fahren wo er will – da braucht es keine Bürgerversammlung dafür ...

- Fehlanzeige: Integration von Stadt- und AW-Regional Verkehr!

- Wie erwartet: Die projektierte Tram Richtung Leitershofen wurde erst gar nicht geplant von den Stadtwerken!

- Die untersuchte Tramtrasse (Stadtwerke) ist unsinnig ohne die Trasse nach Leitershofen – Absicht?

- Zuschüsse für Tram auf eigenem Bahnkörper (im Sheridan-Gelände) werden verschenkt. – Die alte Trasse auf eigene Kosten saniert!

- Gibt es eine Mauer um das Gelände? Nur so ist zu verstehen, dass keine durchgehenden Linien geplant wurden.

- Die Sheridan-Kaserne ist die einzige Chance für eine Tram Richtung Leitershofen – ordentliche Trasse freihalten und im Bebauungsplan sichern.

- Die Radien zur Haltestelle muss im Aussenbereich keine 300 m mehr betragen – ergibt gegebenenfalls andere/kürzere Streckenführung.

- Konzept „ÖPNV“-Erschließung braucht die Einbettung ins Netz um die Tauglichkeit überprüfen zu können.

- Hier fehlt eine zusätzliche Linie (Bus) Leitershofen – Ulmer Strasse, die die Kasernenflächen an die Zentren von Kriegshaber und Pfersee anbindet.

- Straßenbahnführung sollte früher fest stehen (Verkehrsplanung – Städtebau)

- Parkplatzangebot am Westfriedhof muß unbedingt erweitert werden. Nicht unbedingt als P+R (Parkerweiterungsfläche Westfriedhof).

- Ein P+R-Platz an der best erschlossenen Stelle in der Stadtberger Strasse ist äußerst unwirtschaftlich. Wenn der Parkdruck so groß ist, findet sich auch ein Investor, der ein Parkhaus privat baut.

- P+R an der B17 mit Tramanschluß fehlt! Kein P+R am Westfriedhof (Schadet dem ÖV und den Stadtberger Anliegen).


Konzept Rad- und Fußwegevernetzung (R+T, s8 architekten):

Frage: Was findet Ihre positive Zustimmung, was ist gelungen? – 6 Beiträge

- Vorgestelltes Radwegenetz entspricht den zu erwartendem Radverkehr.

- Anscheinend sehr gute Bestand – Analyse.

- Gut, wenn unterschiedliche Radler berücksichtigt werden, aber dann auch durchgängiger gleichwertiger Ausbau, keine Stückelung.

- Radlerautobahn ist sehr gute Idee – wer kümmert sich um Unterfahrung der B 17.

- Die unterschiedlichen Qualitäten der Wege ist eine sehr schöne Idee.

- Gut sind Querverbindungen in den Westen.


Was wird als problematisch erachtet (eventl. Anregungen und Empfehlungen)? – 6 Beiträge:

- Wer organisiert die Zusammenarbeit mit Stadtbergen? – Beispiel Schlaugraben

- Bitte eine klare Führung für die Radler, die eine Orientierung erlaubt.

- Diagonale Erschliessung ist nicht berücksichtigt: Einzelne Felder sind ca. so groß wie die „Uhlandwiese“, um die auch keiner fahren möchte.

- Die Verknüpfung über die B 17 ist schwierig, es sollten klare, attraktive Lösungen gefunden werden.

- Sämtliche Überlegungen, die B17 zu kreuzen müssen scheitern, solange die B17 nicht tiefergelegt wird.

- Radverkehr – wo findet er Anschluß an das „alte Pfersee“.


Ende der Veranstaltung 22.30 Uhr



Protokoll 10.07.03
UW/H. Jäger




Protokoll zur 9. Sitzung des
Stadtteilarbeitskreis Sheridan Kaserne
Thema „Verkehrserschließung“
am 27. Mai, 19.30 Uhr

Ort: Pfarrgemeindesaal Herz-Jesu-Kirche
Franz-Kobinger-Str. 10
Moderation: Urbanes Wohnen e.V. München, Frau Skok
Anwesend: ca. 20 TeilnehmerInnen mit Vertretern von Parteien,
Vereinen, Pferseer Geschäftsleute, Bürgeraktion Pfersee,
Anwohner der benachbarten Stadtteile
Stadt Augsburg: Stadt-Dir. Herr Stadler, Stadtbaurat Herr Dr. Demharter
Stadtplanungsamt, Herr Illner, Herr Sterz
Tiefbauamt Herr Weber, Herr Dr. Höhnberg
Stadträte: Frau Kamm
AGS: Herr Mathe, Herr Deutschmann, Herr Glas
S 8 Architekten: Herr Becker, Frau Specht, Mainz
Verkehrsplaner: Herr Huber-Erler, Herr Pickel Büro R+T
Herr Wösthoff, Büro Dorsch Consult


Begrüßung, Vorstellung des Ablaufs (UW)

1. Ziele und bisherige Ergebnisse

Im Rahmen des 9. Stadtteil AK`s sollen die verschiedenen Varianten der Erschließung für den Individual-verkehr auf dem und um das Gelände vorgestellt und diskutiert werden. Ziel der Veranstaltung ist es, die Bürger zu informieren, ein Meinungsbild über die Planvarianten aufzunehmen sowie ein Votum für eine präferierte Variante einzuholen. (UW)

Herr Weber vom Tiefbauamt stellt die Ziele der Stadt Augsburg dar, insbesondere die Verkehrsbelastung aus dem Gelände herauszuhalten und eine ÖPNV-Verbindung zu schaffen.

UW stellte die bisherigen Ergebnisse der Planungswerkstatt zum Thema Verkehr vor.
(Info-Papier zum Mitnehmen)


2. Präsentation der Varianten zur IV-Erschließung (R+T)

Planfall 1: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr gesperrt (=Wettbewerbsentwurf)
Planfall 2: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahrbar mit reiner Verbindungsfunktion
Planfall 3: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahrbar mit interner Erschließung
- siehe website Sheridan-Kaserne.de, Stadtteil AK Verkehr –

3. Präsentation der Ergebnisse der Verkehrsmodellberechnung
(Dorsch Consult)

Zweck der Berechnung, Vorgehensweise, Annahmen
Analyse 2003 und Prognose-Nullfall 2015 zu Planfall 1, 2, 3


4. Bewertung der drei Erschließungsalternativen (R+T, s8 architekten)

Verkehrliche Auswirkungen Variante 1 (Grasiger Weg für Kfz-Verkehr gesperrt)

- Umwegfahrten für den Kfz-Verkehr
- für die östlichen Baufelder bzgl. Anbindung an B17
- für die westlichen Baufelder bzgl. Anbindung an den Stadtteil Pfersee und die Innenstadt
- keine direkte Verbindung der vier Baufelder auf dem Gelände der Sheridan-Kaserne für den Kfz-Verkehr
- kein Kfz-Verkehr im Grasiger Weg
- Kein Durchgangsverkehr im Bereich der Sheridan-Kaserne
- Grasiger Weg als zusätzliche attraktive Wegeverbindung Pfersee – freie Landschaft für Fuß-gänger, Radfahrer und Skater
- Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper in Querschnitt des Grasiger Wegs integrierbar
- Nur vergleichsweise geringe Belastungszunahme in der Augsburger Straße (ca. 1.300 Kfz / Tag)
- Belastungszunahme in der Leitershofer Straße (ca. 1.500 Kfz /Tag)

Sonstige städtebauliche Auswirkungen:
• geringe Bodenversiegelung
• Erhalt des kompletten Baumbestandes
• ist mit einer potentiellen Gartenschau sehr gut vereinbar
• sehr gute Imagebildung
• sehr gute Vermarktungsmöglichkeiten

Verkehrliche Auswirkungen Variante 2 (Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahr-bar – keine Vernetzung mit Gebietserschließung)

- Umwegfahrten für den Kfz-Verkehr – jedoch in geringerem Ausmaß als in Variante 1
- keine direkte Verbindung der vier Baufelder auf dem Gelände der Sheridan-Kaserne für den Kfz-Verkehr
- Verkehrsbelastung von ca. 10.000 Kfz / Tag im Grasiger Weg
- unverträglich für Wohnnutzung
- problematisch für kreuzenden Grünzug
- anbaufreie Gestaltung und große Abstände zwischen den Knotenpunkten können zu hohen Geschwindigkeiten im Grasiger Weg verleiten
- hoher Anteil an Durchgangsverkehr im Grasiger Weg
- Belastungszunahme in der Augsburger Straße von ca. 2.500 Kfz / Tag(überwiegend Durch-gangsverkehr im Zuge des Grasiger Weg)
- Kein signifikanter Belastungsrückgang in der Leitershofer Straße - Abnahme von ca. 700 Kfz / Tag

Sonstige städtebauliche Auswirkungen:
• Gestaltungsspielräume gering
• Gefahr der Monotonie
• sehr wenig Aufenthaltsqualität
• Nutzung für Freizeit, Fitness und Spiel nur bedingt möglich
• schwierige Imagebildung, reduziert die Vermarktungsmöglichkeiten
• mit Gartenschau nur unzureichend vereinbar

Verkehrliche Auswirkungen Variante 3 (Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahr-bar –
Vernetzung mit Gebietserschließung der Sheridan-Kaserne )

- direkte Anbindung an das Hauptstraßennetz für alle Baufelder über den Grasiger Weg sowie Verbindungzwischen den einzelnen Baufeldern der Sheridan-Kaserne
- Vermeidung von Umwegfahrten für den Kfz-Verkehr bei Ziel-/Quellfahrten
- Verkehrsbelastung von ca. 12.500 Kfz / Tag im Grasiger Weg
- unverträglich für Wohnnutzung
- problematisch für kreuzenden Grünzug
- Grasiger Weg verzeichnet sowohl Durchgangsverkehr als auch gebietsbezogenen Verkehr der Sheridan-Kaserne
- deutliche Belastungszunahme in der Augsburger Straße von ca. 3.300 Kfz /Tag
- kein signifikanter Belastungsrückgang in der Leitershofer Straße (Belastungsabnahme von ca. 700 Kfz / Tag)
- fehlende Anbindung des Gewerbegebiets an die Leitershofer Straße bringt nur geringen Vorteil für den Bereich Adalbert-Stifter-Siedlung

Sonstige städtebauliche Auswirkungen:
• Vernetzung innerhalb des Gebiets wird verbessert
• erheblicher Eingriff in den Baumbestand
• Gestaltungsspielräume gering, Gefahr der Monotonie
• sehr wenig Aufenthaltsqulität
• Nutzung für Freizeit, Fitness und Spiel nur bedingt möglich
• reduziert die Vermarktungsmöglichkeiten
• mit Gartenschau nur unzureichend vereinbar

Die Planer haben sich bei der Bewertung der Erschließungsalternativen für den Planfall 1 ausgesprochen v.a. auch deshalb, weil die Verkehrsprognosen bei einer Öffnung des Grasiger Wegs keine wesentliche Entlastung der Strassen erwarten lassen, die das Gelände umfahren. Das würde die Aufenthalts- und Wohnqualität auf dem Gelände steigern, ohne eine Qualitätsminderung der umliegenden Siedlungen in Kauf nehmen zu müssen.


5. Beantwortung von Fachfragen


6. Sammlung eines Meinungsbildes der Bürger zu den 3 Planvarianten

Die Bürger wurden nun aufgefordert, einen Rundgang zu den Stellwänden zu machen und bei den jewei-ligen Planvarianten ihre Meinungen und Empfehlungen abzugeben mit folgenden Leitfragen:
- Was ist bei der jeweiligen Variante gelungen
- Was wird bei der jeweiligen Variante als problematisch erachtet
(eventl. Anregungen und Empfehlungen für Überarbeitung)
- Votum für die präferierte Variante


Ergebnisse der Beiträge der BürgerInnen und Bürger:

Planfall 1: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr gesperrt (=Wettbewerbsentwurf)

Was ist gelungen – 14 Beiträge:

- Dies ist die einzig sinnvolle Lösung; Variante 2 + 3 bringen keine spürbaren Vorteile – zerstören nur ein weiteres Gebiet

- Sperrung „Grasiger Weg“ vertretbar durch Umgehung – städtebaulich sinnvoll

- Der Gewinn der Sperrung Grasiger Weg ist enorm hoch. Städtebaulich ganz wichtig und der Preis der Belastung dafür gering

- Konversion des „Grasigen Weges“bleibt eine hervorragende Idee

- Städtebaulich einzig sinnvolle Lösung – allerdings gute ÖPNV-Rad-Verbindung nötig

- Die einzige Variante mit attraktivem ÖPNV. Die geringe Belastung der Augsburger Straße gegenüber Variante 2 oder 3 ist in jedem Fall ein Vorteil für den ÖPNV! Auch wenn die Tram nicht durch das Sheridan-Gelände fährt.

- Ja zur Tram- aber auch nach Leitershofen und in beiden Richtungen in der Fröbelstraße auf eigener Trasse

- Keine Entlastung Ackermannstr., Leitenhofer Str, B17 zu Lasten der Wohngebiete bzw. Augsburger Straße

- Keine zusätzliche Belastung des Flaschenhalses Augsburger Str. und Schleichwege

- Einzig positive Variante für Landesgartenschau und hochwertige Vermarktung

- Kinderfreundlich

- Die Begegnung der Menschen wird im „Zentrum“ ermöglicht. Auch bleibt so Raum für kul-turelle und künstlerische Aktivitäten – gefahrlos, ohne Autos

- Planfall 1 ist eine große Chance für Pfersee, das über viel zu wenig Grünflächen verfügt. Die Fläche bleibt als Ganzes erhalten und nutzbar für Freizeit und Erholung. Das Gebiet könnte Stadtteil-Oase für seine Bürger werden ! Wohnwert wäre sehr hoch. Baumbe-stand könnte weitgehend erhalten bleiben. Attraktiv auch im Hinblick auf eine BuGA. Am Ende ein Park für alle!

- Gute und umweltfreundliche Wohnlage des Sheridan-Gebietes (trotz Nähe zu B17) bleibt erhalten

Was wird als problematisch erachtet (eventl. Anregungen und Empfehlungen) -
13 Beiträge:

- Keine Verbindung zwischen den 4 Siedlungsgebieten (Wohngebiete verbinden durch PKW-Unterführungen)

- Variante Erschließung Wohngebiete südlich und nördlich von Grasiger Weg im Bereich „Pfersee-Gate“ wäre vom Grasiger Weg aus und nicht von Bgm.-Bohl-Str. anzudenken

- Der Grasiger Weg darf nicht gesperrt werden. Vom Osten bis zur Grünzone frei bis ca. 3,5 t und weiter zur B17. Vom Westen muss die Bedienung für das Gewerbegebiet frei von t-Begrenzung sein. Bei einer Totalsperrung wird ein Gelände von ca. 70 ha total von der Umgebung ausgeschlossen.

- Leider fehlt der „Umweltverbund“, was eine Beurteilung erschwert

- ÖPNV müßte das Gebiet erschließen und verbinden (untereinander und nach außen) – Straßenbahn

- Der Anschluß Leitershofer Str./B17 muß noch diskutiert werden. An dieser Stelle ent-scheidet sich die Zukunft der Leitershofer Str.

- Die Anbindung „Leitershofer Str./B17 ist problematisch

- Das Argument des Durchgangsverkehrs können wir aus Pfersee-Süd nicht gelten lassen. Wenn der Anschluß B17/Ackermannstr. überlastet ist, muss diese Kreuzung ausgebaut werden. Mit dem gefürchteten Schleichverkehr auf dem Grasiger Weg ist dann Schluß.

- Eine völlig wirklichkeitsfremde Variante. Es baut darauf auf, dass der Istzustand fortge-schrieben wird. Massiver Umwegsverkehr wird fortgeschrieben. Verkehr aus dem Neu-baugebiet muss auf umliegende Straßen ausweichen.

- Man hat sich an städtebauliche Fehlentwicklungen gewöhnt und diskutiert nun solche Vorschläge, die bei einer natürlichen Entwicklung des Stadtteils nie ernsthaft diskutiert worden wäre.

- Es käme nie jemand auf die Idee, die Augsburger Str. zu sperren. Eine Schließung des Grasiger Wegs würde dieselbe Wirkung für das neue Gebiet und die umliegenden Berei-che mit sich bringen. Wir hatten in der Max-Str. bereits einen Stöpsel.

- Wo bleibt B 17 in durchgehender Tieflage?

Votum Planfall 1: 8 „goldene Punkte“


Planfall 2: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahrbar mit reiner Verbindungsfunk-tion

Was ist gelungen – 2 Beiträge:

- Die Öffnung der Straße ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Zu einer natürlichen Er-schließung gehört jedoch auch die Anbindung der Seitenstraßen.

- Die Schließung der Straße Grasiger Weg wird vermieden. Bisheriger (Umfahrungsverkehr ?) entfällt für die Stadtberger und Leitershofer Str.


Was wird als problematisch erachtet (eventl. Anregungen und Empfehlungen) -
8 Beiträge:

- Mehr Verkehr – keine Chance für den ÖPNV

- Kinderfeindlich – Überquerung schwierig

- Bringt nur Durchgangsverkehr

- Busverkehr ? Tram gibt es nicht, der Bus kommt nicht an die Ziele im Quartier !

- Eine totale Öffnung des Grasiger Weges ist nicht sinnvoll. Der Reiz der Durchfahrt zieht Verkehr an. Ziel – und Quellverkehr muss möglich sein. Schwerverkehr für das Gewer-begebiet muss sein, aber nur bis zur Grünzone.

- Bei vergleichbarem Verkehrsaufkommen fordern Diedorf und Gessertshausen aktuell Umge-hungsstraßen. Schutzwall erforderlich
- zu viel Verkehrsaufkommen auf Grasiger Weg, Augsburger Str., mehr Lärm, mehr Ab-gase
- Verbindungsweg stört Wohnen
- Freizeitwert des Grünzugs sinkt erheblich
- Gefährdung spielender Kinder durch Durchgangsverkehr
- Störung der Bundesgartenschau
- Zerstörung der Allee
- Langfristige Beeinträchtigung einer möglichen Straßenbahntrasse
- Bewohner des neuen Wohngebiets und der umliegenden gebiete haben überwiegend große Nachteile bei dieser Variante

- Durchgangsachse von West nach Ost, kein Gewinn für Pfersee

Votum Planfall 2: 3 „goldene Punkte“


Planfall 3: Grasiger Weg für Kfz-Verkehr durchgängig befahrbar mit interner Erschließung

Was ist gelungen – 4 Beiträge:

- Grasiger Weg ist natürliche Entwicklungsachse Pfersees und sollte an das Zentrum
- Pfersee angeschlossen werden

- die durchgängige Befahrbarkeit fördert die Verbindung/ Integration der vier neuen Viertel unter-einander.

- durchgehende Befahrbarkeit als reine Anwohnerstraße, nicht für überörtl. Verkehr mit „intelli-genten“ Barrieren, wie LKW-Sperrung, Kreisverkehr, ...

- Entlastung des südl. Anschlusses an die B17/ an dieser Stelle keine Wohnbebauung. LKW-Erschließung von der B17 über Anschluß am Grasiger Weg sinnvoll

- Anbindung der Baufelder von Osten und Westen

Was wird als problematisch erachtet (eventl. Anregungen und Empfehlungen) -
12 Beiträge:

- durchgehend befahrbarer Grasiger Weg zerschneidet den Grünzug

- Straße mit hoher Verkehrsdichte ist eine Gefahr für Kinder, keine Querung möglich

- keine Aufenthaltsqualität durch Zerschneidung, Naherholung für ganz Pfersee

- die Befahrbarkeit bringt keine verkehrliche Entlastung der umliegenden Quartiere durch hohen Verkehrsdruck

- Mehr Verkehr ohne Vorteile für Anwohner, Pferseer

- keine Anbindung des Casinos an B17 (Süd)


außerdem
Diskussion über Tram unsinnig, da
- Trassenführung unrealistisch (enge Kurven, Umweg)
- Bus von Stadtwerken bevorzugt

Votum Planfall 3: 5 „goldene Punkte“


8. Wie geht’s weiter

Herr Demharter informiert: Im letzten Konversionsausschuß wurde Folgendes zu den Abbruch-maßnahmen beschlossen: Die Gebäude 116, Kirche und Kasino bleiben erhalten, fakultativ auch die Gebäude 153-157.

In der nächsten Veranstaltung am 30. Juni, 19.30 Uhr werden die Konzepte zur ÖPNV-Erschließung und zum Rad- und Fusswegenetz vorgestellt und diskutiert.




Protokoll vom 16.06.03
UW/H. Jäger